Wie lautet dein voller Name?

Novizin Terry – doch dieser wird mit meiner Beförderung zur Schwester ungeahnte Dimensionen erreichen.

Wann ist dein Geburtstag?

Wer sich mit Terry unterhält, wird schnell erkennen, dass sie erst vor kurzem ihren 12. Geburstag gefeiert hat. Als Geburtsdatum würde sich der 6. Oktober als Tag der Beförderung ins Postulat anbieten. Es war ein windiger Herbsttag, inmitten eines versifften Hinterzimmers, in einer noch versiffteren Discothek.

Wo wohnst du?

In Halle an der Saale – eine Stadt die auf den esten Blick total hässlich ist, aber man lernt sie zu mögen, zumindest ein bisschen.

Welche Interessen hast du?

So als Nonne? Ja ich freu mich halt, wenn andere sich freuen. Hobbys als Nonne habe ich bisher so noch nicht entdeckt. Ich mach ganz gerne Dinge mit Kunst, ich versuche ab und zu Leute davon zu überzeugen, andere Dinge zu sein, als ich wirklich bin, besonders auf irgendwelchen Homepartys, wenn alle betrunken sind und mir den Sexualtherapeuten abkaufen und ich habe einen unsagbar scheußlichen Buchgeschmack, den ich vehement beibehalte.

Wer ist/war deine Tutorin/dein Tutor?

Zunächst Schwester Timi'Dia, doch während ihrer Klausur behütete mich Schwester Felice.

Wann hast du dich berufen gefühlt, den Schwestern beizutreten?

Natürlich beim ersten Kontakt mit einer Schwester, die brauchen keine 10 Minuten mit einem reden und man will da mitmachen. Auch wenn ich am Anfang noch naiv genug war zu glauben, bei dem Orden würde es sich um eine Art Kloster für Schwule und Lesben handeln. Was ich bis heute noch lustiger finde, als das Vereinskonstrukt.

Warum bist du bei den Schwestern der Perpetuellen Indulgenz?

Weil die mich bisher nicht rausgeschmissen haben und mir das sehr viel Spaß bereitet. Es gibt viele verschiedene Aufgaben, die hinter der für die Öffentlichkeit präsenten Erscheinung „Nonne“ stehen und die sind ebenso spannend und wichtig wie das Manifestieren als solches. Die Arbeit bringt mich in Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen und Menschen sind doch so eine putzige Sache.

Welche Ziele im Leben hast du?

Terry will wie alle Nonnen den Weltfrieden. Punkt. Ach genau, einen privaten Herrenschneider hätte ich ganz gerne.

Woran glaubst du?

Privat bin ich agnostisch und ich glaube das überträgt sich auch auf die Nonnenarbeit. Ansonsten glaube ich ganz schön viele Dinge, aber nur, weil ich versuche, viel mit Ich-Botschaften zu arbeiten.

Was war dein schönstes Erlebnis bei den Schwestern?

An sich sind die Weihen immer mehr oder weniger spektakuläre Erlebnisse. Außerdem die Manifestationen in meiner eigenen Stadt, gerade da diese im eher heterosexuellen Bereich stattfanden und dennoch super aufgenommen wurden.

Was war dein schlimmstes Erlebnis bei den Schwestern?

Ich habe eigentlich immer Glück, so gesehen passieren mir keine schlimmen Dinge, außer kleineren Schnittverletzungen.

Was möchtest du der Welt noch mitteilen?

Ooo eee, ooo ah ah ting tang || Walla  walla, bing bang